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Thema
Erziehungswissenschaft, gesellschaftliche
Praxen einer Disziplin |
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Piero Bertolini
Der Status der Erziehungswissenschaften
in Italien |
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Der Beitrag diskutiert zuerst
die Definition von Erziehungswissenschaften, die in Italien
zwei Ausprägungen aufweist: Einerseits im Sinne der Humanwissenschaften
(Psychologie, Soziologie, Psychoanalyse, usw.) sofern sie sich
ausdrücklich mit dem Erziehungsphänomen beschäftigen;
andererseits im Sinne der spezifischen Branchen der Allgemeinen
Pädagogik (Geschichte der Pädagogik, Didaktik, Sonderpädagogik,
experimentelle Pädagogik, Erwachsenenpädagogik, usw.).
Auf dieser Basis wird die Entwicklung der Erziehungswissenschaften
nach dem zweiten Weltkrieg untersucht, und insbesondere jene
Faktoren, die deren zwei Ausrichtungen geprägt haben: Zum
Einen die ausserhalb der Schule anzusiedelnden sozialen Bedürfnisse,
zum Anderen die Entstehung eines realen Interesses an der professionellen
Ausbildung der Lehrkräfte.
Von besonderem Interesse ist das Autonomiestreben der Didaktik
und der Fachdidaktiken, die einen eigenen epistemologischen
Status und eigene Forschungsmethoden beanspruchen.
Was die Institutionen anbelangt, welche die Erziehungswissenschaften
stützen, wird schliesslich die Rolle der Fachzeitschriften,
verschiedener Standesorganisationen und öffentlicher und
privater Forschungszentren thematisiert. |
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