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»1/2000
22. Jahrgang
Thema
Erziehungswissenschaft, gesellschaftliche Praxen einer Disziplin
Piero Bertolini
Der Status der Erziehungswissenschaften in Italien
 
Der Beitrag diskutiert zuerst die Definition von Erziehungswissenschaften, die in Italien zwei Ausprägungen aufweist: Einerseits im Sinne der Humanwissenschaften (Psychologie, Soziologie, Psychoanalyse, usw.) sofern sie sich ausdrücklich mit dem Erziehungsphänomen beschäftigen; andererseits im Sinne der spezifischen Branchen der Allgemeinen Pädagogik (Geschichte der Pädagogik, Didaktik, Sonderpädagogik, experimentelle Pädagogik, Erwachsenenpädagogik, usw.). Auf dieser Basis wird die Entwicklung der Erziehungswissenschaften nach dem zweiten Weltkrieg untersucht, und insbesondere jene Faktoren, die deren zwei Ausrichtungen geprägt haben: Zum Einen die ausserhalb der Schule anzusiedelnden sozialen Bedürfnisse, zum Anderen die Entstehung eines realen Interesses an der professionellen Ausbildung der Lehrkräfte.
Von besonderem Interesse ist das Autonomiestreben der Didaktik und der Fachdidaktiken, die einen eigenen epistemologischen Status und eigene Forschungsmethoden beanspruchen.
Was die Institutionen anbelangt, welche die Erziehungswissenschaften stützen, wird schliesslich die Rolle der Fachzeitschriften, verschiedener Standesorganisationen und öffentlicher und privater Forschungszentren thematisiert.
   
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