 |
|
 |
 |
| |
| |
 |
 |
|
|
|
Thema
Transitions |
 |
|
|
 |
Beatriz
Pont, Patrick Werquin
Die
Weiterbildung in der Schweiz und in andern OECD-Ländern
– eine vergleichende Perspektive |
|
 |
|
|
| |
Die Erwachsenenbildung
ist ein hoch aktuelles Thema. Sie wird nicht nur im Rahmen der
lebenslangen Fort- und Weiterbildung (lifelong learning) diskutiert,
sondern beinhaltet ebenso eine Reihe von weiteren Themen, die
von der Vermittlung grundlegender Fähigkeiten wie Lesen
und Schreiben bis zur beruflichen Weiterqualifikation bei der
Einführung neuer Technologien, sowie vom wirtschaftlichen
Wachstum bis zum Verständnis der Bürgerrechte reichen.
In der Schweiz hat die Weiterbildung Erwachsener eine stark
berufliche Ausrichtung. Dies wird belegt durch die aktuelle
Revision des Berufsbildungsgesetzes, die sich, zumindest derzeit,
lediglich auf die weiterführende berufliche Bildung bezieht.
Die Beteiligung der Erwachsensen an derartigen Weiterbildungsmassnahmen
erreicht im Vergleich zu anderen OECD Länder ein hohes
Niveau. Es bestehen jedoch deutliche Unterschiede in der Teilnahmehäufigkeit
verschiedener Gruppen, wie etwa durch das bereits erreichte
Bildungsniveau, Geschlecht, Wohnort, Beruf, Alter u.s.w.
Die Schweiz ist zwischen zwei Ausrichtungen hin- und hergerissen.
Auf der einen Seite besteht der offensichtliche Wunsch nach
öffentlichem Eingreifen, um das Angebot zu homogenisieren,
Finanzierungsmöglichkeiten bereit zu stellen und einen
gewissen Grad an Gleichheit zu sichern. Auf der anderen Seite
wird das Feld dem privaten Markt und privaten Aanbietern überlassen.
Gleichzeitig ist das schweizerische System aufgrund der politischen
Struktur, d.h. durch das föderale System und die Verteilung
von Verantwortlichkeiten auf verschiedene Instanzen, stark fragmentiert.
Das Subsidiaritätsprinzip und die Vielfalt der beteiligten
Akteure und Vereinigungen trägt teilweise zu dieser Komplexität
bei. Dies führt zu fehlender Transparenz und Koordination,
was die Weiterentwicklung der Erwachsenenbildung behindern kann.
Eine Reihe von Massnahmen, die in letzter Zeit eingeleitet wurden,
können jedoch dazu beitragen, die Situation zu verbessern.
Davon sind die Folgenden besonders erwahnenswert: die Einfuhrung
von Diskussions- und Koordinationsforen, z.B. im Rahmen der
Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren
(EDK) oder der schweizeris chen Vereinigung der Erwachsenenbildung
(SVEB), und die Initiativen zur Forderung der Transparenz des
Systems (eduQua, Modularisierung).
Gleichzeitig findet eine breite Diskussion des Themas statt,
etwa an Universitaten oder aufgrund des OECD-Berichtes uber
die Erwachsenenbildung. |
|
 |
|
|
| |
top |
|
|
|
|