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Der Aufsatz bezieht sich
auf Länderfallstudien, die im Rahmen der IEA Studie zur
politischen Bildung (1994-2002) entwickelt worden sind und fasst
die wichtigsten Lehrplanreformen auf dem Gebiet der politischen
Bildung zusammen. Unter den europäischen Lehrplanreformen
werden die folgenden Entwicklungen besonders hervorgehoben:
die Fusion von Politik und Wirtschaft, die Herausbildung eines
«postnationalen Modells der Mitgliedschaft» (Soysal)
in europäischen Staaten, die Betonung des «Verfassungspatriotismus»
(Kleger) sowie eine zunehmende Dichotomisierung zwischen einer
«milden Form des Kapitalismus» (europäische
Modelle einer sozialen Markwirtschaft) und einer «wilden
Form des Kapitalismus» (US Modell der freien Marktwirtschaft).
Die Autorin bezeichnet diese neueren Tendenzen im Bereich der
politischen Bildung als «Euro-Patriotismus» und
stellt ihre Überlegungen zu den möglichen Folgen dieses
«Euro-Patriotismus» für Minderheiten in Europa
dar. |
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