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»2/2003
25. Jahrgang
Thema
Kleinkinder- und Vorschulbildung: Praktiken und Ziele
Gianna Miotto Altomare e Martino Beltrani
Prinzipien und Zielsetzungen der neuen Scuola dell’infanzia (Vorschulerziehung) im Kanton Tessin
  Die vorschulische Erziehung im Tessin hat im Verlauf ihrer Entwicklung alle pädagogischen Modelle (Asilo infantile, Kindergarten, Casa dei bambini montessoriana, Scuola materna) durchlaufen. In den letzten Jahrzehnten hat sie sich an einem neuen Erziehungskonzept orientiert, das in definitiver Form im Jahre 2000 in den Orientamenti programmatici festgelegt worden ist. Diese Richtlinien ent-halten die allgemeinen Zielsetzungen, auf welchen die neue Scuola dell’infanzia basiert.
Es geht dabei um die Vision, die Erziehung von Kindern als organischen Lernprozess zu verstehen, der die positivsten charakteristischen Errungenschaften der vorherigen Modelle übernimmt, um mit geeigneten Antworten auf die Bedürfnisse des heranwachsenden Kleinkindes zu reagieren; dies in den Erziehungsbreichen Körperlichkeit, verbale und nicht verbale Kommunikation, Ge-
fühlsleben und kognitive Fähigkeiten.
Ausgehend von einigen Schlüsselfragen wird im Artikel versucht die einzelnen Etappen aufzuzeigen, die zur heutigen Scuola dell’infanzia für Kinder von drei bis sechs Jahren geführt haben. Es werden Stärken und Vorteile der Struktur aufgezeigt, aber gleichzeitig auch problematische Aspekte, die im Sinne der Optimierung des Konzepts nach Klärung verlangen.
Im Zentrum des Interesses stehen die folgenden Punkte: die Fähigkeit, auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen, das Verhältnis zwischen der scuola dell’infanzia und den Forderungen der Gesellschaft, die pädagogischen Bezugs-punkte, auf der institutionellen Ebene die Fähigkeit die Lehrpersonen harmonisch in die ihr übertragenen Erziehungsaufgaben zu integrieren und schliesslich die Wahrung der Kontinuität zwischen Vorschule und Primarschule.
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