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Die vorschulische Erziehung
im Tessin hat im Verlauf ihrer Entwicklung alle pädagogischen
Modelle (Asilo infantile, Kindergarten, Casa dei bambini montessoriana,
Scuola materna) durchlaufen. In den letzten Jahrzehnten hat
sie sich an einem neuen Erziehungskonzept orientiert, das in
definitiver Form im Jahre 2000 in den Orientamenti programmatici
festgelegt worden ist. Diese Richtlinien ent-halten die allgemeinen
Zielsetzungen, auf welchen die neue Scuola dell’infanzia
basiert.
Es geht dabei um die Vision, die Erziehung von Kindern als organischen
Lernprozess zu verstehen, der die positivsten charakteristischen
Errungenschaften der vorherigen Modelle übernimmt, um mit
geeigneten Antworten auf die Bedürfnisse des heranwachsenden
Kleinkindes zu reagieren; dies in den Erziehungsbreichen Körperlichkeit,
verbale und nicht verbale Kommunikation, Ge-
fühlsleben und kognitive Fähigkeiten.
Ausgehend von einigen Schlüsselfragen wird im Artikel versucht
die einzelnen Etappen aufzuzeigen, die zur heutigen Scuola dell’infanzia
für Kinder von drei bis sechs Jahren geführt haben.
Es werden Stärken und Vorteile der Struktur aufgezeigt,
aber gleichzeitig auch problematische Aspekte, die im Sinne
der Optimierung des Konzepts nach Klärung verlangen.
Im Zentrum des Interesses stehen die folgenden Punkte: die Fähigkeit,
auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen, das Verhältnis
zwischen der scuola dell’infanzia und den Forderungen
der Gesellschaft, die pädagogischen Bezugs-punkte, auf
der institutionellen Ebene die Fähigkeit die Lehrpersonen
harmonisch in die ihr übertragenen Erziehungsaufgaben zu
integrieren und schliesslich die Wahrung der Kontinuität
zwischen Vorschule und Primarschule. |
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