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Der Beitrag untersucht die
wesentlichen Bestimmungsfaktoren für die Effizienz von
Bildungssystemen und Möglichkeiten zu deren Verbesserung.
Ausgehend von einer Analyse der individuellen Interessen der
am Bildungssystem unmittelbar beteiligten Personengruppen werden
auf drei Ebenen die Zusammenhänge untersucht, die die Effizienz
von Bildungssystemen determinieren können. Hierzu zählen
Input- und Outputfaktoren im Sinne einer Bildungsproduktionsfunktion,
organisatorische Rahmenbedingungen und neue Finanzierungsmodelle,
die auf eine stärkere Ausrichtung auf Wettbewerb und Markt
setzen.
Betrachtet man die vorliegende empirische Evidenz, dann scheint
eine ausschliessliche Ressourcenerhöhung wenig Einfluss
auf Schülerleistungen zu haben. Erfolgversprechender dürften
Reallokationen der vorhandenen Ressourcen zugunsten von Sachmitteln
oder die Einführung eines leistungsorientierten Vergütungssystems,
vor allen Dingen aber strukturelle Massnahmen sein. So sind
etwa zentrale Prüfungsverfahren mit signifikant besseren
Schülerleistungen verbunden. Gleiches gilt auch für
dezentrale Prozess- und Personalverantwortung. Die Übertragung
der vollständigen Budgetverantwortung auf die Bildungseinrichtungen
führt jedoch eher zu schlechteren Schülerleistungen,
da Ressourcen vor allen Dingen zugunsten der Lehrerinteressen
eingesetzt werden.
Höchst umstritten sind die Effekte von Bildungsgutscheinen
und anderen wettbewerbsfördernden Finanzierungsinstrumenten.
Betrachtet man die Ergebnisse von Evaluationen entsprechender
Modelle, dann ist die Leistungssteigerung bei den Schülern
weniger ausgeprägt als viele Befürworter behaupten.
Allerdings kommen die meisten Studien zu einem leicht positiven
Zusammenhang, der durch weitergehende strukturelle Reformen
verbessert werden könnte. Hierzu zählen die strukturellen
Rahmenbedingungen ebenso wie modellimmanente Veränderungen
(differenziertere Fördermechanismen) sowie insbesondere
Beratung und Information. Durch eine solchermassen ausgestaltete
und im übergreifenden Zusammenhang strukturierte Reform
werden die Anreize für alle Beteiligten in eine leistungssteigernde
Richtung modifiziert. Werden nur Teillösungen realisiert,
dann ist zu erwarten, dass die Effizienzsteigerungen weniger
stark sind. |
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