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Reflexivität –
als wissenschaftlicher Habitus eingeführt durch den berühmten
französischen Soziologen Pierre Bourdieu – ist für
die Didaktik von unschätzbarem Wert: Die Lehrperson reflektiert
ihr Handeln im Klassenzimmer, ihre eigene Person und nicht zuletzt
die persönlichen Interessen im Feld Bildungsinstitution
mit dem Ziel einer Optimierung des eigenen didaktischen Handelns.
Diese Methode der Selbstevaluation von Unterricht erscheint
für den bilingualen oder Immersionsunterricht von herausragender
Bedeutung, da die Lehrperson, die hier im Sachfachunterricht
für die Unterrichtskommunikation eine den Lernenden fremde
Sprache benützt, zur Forscherin bezüglich der sprachlichen
und der fachlichen Lernprozesse wird. Die Autorin zeigt in diesem
Beitrag, ausgehend vom Kommunikationsmodell Karl Bühlers,
zahlreiche mögliche Ansatzpunkte für eine reflexive
Didaktik auf. Darüberhinaus unterstreicht sie den politschen
Stellenwert der Sprachwahl für den Immersionsunterricht
im Hinblick auf die Gefahr einer Unterschätzung der für
die europäische Identität wichtigen großen Traditionssprachen. |
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