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Die Modularisierung der
Bildungswege ist eine Antwort auf die verstärkte Nachfrage
nach Flexibilisierung und Individualisierung der Ausbildungsgänge.
Obschon diese Prozesse über bemerkenswerte Emanzipationspotenziale
verfügen, können sie zu Unsicherheits- und Abhängigkeitsgefühlen
führen. Durch die Einführung von geeigneten Massnahmen
soll diesen Empfindungen so entgegenwirkt werden, dass der Heterogenität
der Bildungswege, die aus mehr oder weniger voneinander unabhängigen
Einheiten bestehen und jeweils unterschiedliche innere Logiken
innehaben –wieder gerecht werden kann.
Gestützt auf die gesammelten Erfahrungen der Tätigkeiten
des Schweizerischen Instituts für Berufspädagogik
(SIBP) – die auf Aufgaben fokussieren, welche Fachpersonen
im Ausbildungsbereich aufgrund der neuen Rahmenbedingungen wahrnehmen
müssen – schlagen wir drei Rollen des Ausbildners
vor: die Rolle des Managers, der Lehrkraft und des Begleiters.
Kommen Ersterem insbesondere Aufgaben im Zusammenhang mit der
Struktur der Bildungswege und deren Verwaltung zu, ist die Lehrkraft
– deren Tätigkeit normalerweise im klar definierten
Rahmen eines Moduls steht – für die Restrukturierung
des Wissens (vermehrt von der Disziplin als natürliche
Referenz entkoppelt) anhand neuer Ordnungskriterien wie etwa
das Kompetenzprofil, verantwortlich. Eine zunehmende Bedeutung
erhält die Rolle des Begleiters durchBeziehungsaspekte
(Referenzpunkte für die Auszubildenden) und durch die Unterstützung
bei den Lernprozessen (Metakognition, Anwendung diversifizierter
Bildungsinstrumente). Die Bildungsaufgaben scheinen sich so
vermehrt auf methodologische und beziehungsspezifische Aspekte
zu konzentrieren, wobei die Sinngebungsprozesse ein verstärktes
Gewicht erhalten, die solche innerhalb modularer Strukturen
nicht mehr als selbstverständlich vorausgesetzt werden
können.
Die Funktionen, welche die drei erarbeiteten Profile charakterisieren,
können in diversen Kontexten und in Abhängigkeit zu
diesen – besonders im Hinblick auf einen modularen Bildungsweg
– in unterschiedlichen Kombination gefunden werden. Daraus
ergibt sich eine Reihe von Fragestellungen, die die Präsentation
und Konstruktion von professioneller Identität betreffen:
Falls verstärkt eine Aufteilung der Arbeitstätigkeit
stattfindet, die mit einer zunehmenden Spezialisierung der drei
Berufsrollen in den eigenen Kompetenzbereichen einhergeht, welche
Erwartungen etwa in der Präsentation werden dann bei den
Lernenden hervorgerufen? Wie gestaltet sich die persönliche
Wahrnehmung der Professionellen hinsichtlich der eigenen Identität? |
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