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Das Anliegen dieses Artikels
ist es, die Genealogie des Forschungsgebiets der Mathematikdidaktik
in Frankreich allgemein verständlicher zu machen. Zu diesem
Zweck beziehe ich die Brüche, die erst zu diesem Forschungsgebiet
geführt haben, mit ein und vergleiche sie mit den Grundsteinen
anderer Fachdidaktiken. Danach zeige ich das Besondere der Gründungstheorien
der Mathematikdidaktik auf: die Theorie der didaktischen Situationen,
die Theorie der Konzeptionsfelder und die anthropologische Theorie
der Didaktik. Schließlich betrachte ich eine neuere Entwicklungsphase,
die geprägt ist durch den Einbezug von gewöhnlichen
Klassen und durch eine Veränderung in der Lehrerrolle.
Schliesslich zeige ich auf, wie die Mathematikdidaktik mit ihrem
anfänglich eher engen fachspezifischen Konzept zu einer
treibenden Kraft im intensiven Austausch mit anderen Fachdidaktiken
und anderen Teilen der Erziehungswissenschaft wurde. |
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