| |
Die Entwicklung der konstruktivistischen
Theorien des Lernens hat die Auffassungen über die Bedeutung
des Fehlers für die Entwicklung des Wissens verändert.
Die didaktischen Theorien im Allgemeinen und die Mathematikdidaktik
im Speziellen haben sich daran beteiligt. Dieser Artikel zeigt
auf, auf welche Art und Weise die Mathematikdidaktik zu dieser
Entwicklung beigetragen hat, und wie einige der im Laufe der
letzten dreissig Jahre entwickelten Konzepte die Diskussion
um die Problematik des Fehlers im Unterricht anhand des schulischen
Mathematiklernens vorantreiben. Daten, die an Lehramtsstudierenden
erhoben wurden, verweisen auf Differenz zwischen dem bestehenden
konstruktivistischen Diskurs und den reellen Praxen im Umgang
mit Fehlern. Der Artikel stellt sich abschliessend dem Problem,
wie eine Lehrer/innenbildung auszusehen hätte, die sich
der Weiterentwicklung dieser Praktiken widmet, und schlägt
dazu einige Leitlinien vor. |
|