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»3/2006
28. Jahrgang
Thema
PISA-Ergebnisse für verschiedene AkteurInnen im Bildungswesen: Wege zu einem hohen Leistungsniveau bei gleichzeitig geringer Ungleichheit der Bildungschancen
Maja Coradi Vellacott
Zum Zusammenhang von Wohnortswahl und Schulqualität: theoretische Überlegungen und empirische Befunde
  Die Zusammensetzung der Schülerschaft beeinflusst die individuellen Leistungen der Neuntklässlerinnen und Neuntklässler in der Schweiz – das haben Analysen der PISA-Daten 2000 und 2003 gezeigt. Es stellt sich die Frage, warum eine Konzentration von Schülerinnen und Schülern mit sprachlichen und sozio-ökonomischen Benachteiligungen in bestimmten Schulhäusern nicht einfacher verhindert werden kann. Einen Einblick in den Prozess der sozialen Segregation von Gemeinden und Wohnquartieren bieten Theorien der sozial-räumlichen Differenzierung und der Wohnortswahl. Vor diesem theoretischen Hintergrund wird der Zusammenhang von Gemeindemerkmalen, wie zum Beispiel der Steuerbelastung oder der Wohnatmosphäre, mit dem Wohnort von gutsituierten Personen deskriptiv untersucht. Ebenfalls gezeigt wird in diesem Beitrag der Einfluss des Reichtums von Gemeinden auf die Ausstattung ihrer Schulhäuser. Die theoretischen und empirischen Erkenntnisse machen deutlich, dass die Wohnortswahl statushoher Personen im Zusammenhang steht mit der sozialen Entmischung der Schülerschaft in Schweizer Schulhäusern. Mehrfachbelastungen ergeben sich dadurch vor allem für fremdsprachige, sozial benachteiligte Jugendliche, welche nicht in reichen Gemeinden wohnen.
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