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Im Hinblick auf ein selbstverantwortliches
Weiterlernen nach der Schulzeit ist die Fähigkeit zentral,
den eigenen Lernprozess erfolgreich zu steuern. Selbstreguliertes
Lernen (SRL) ist zugleich Ziel und Bedingung schulischer Lernprozesse.
Der vorliegende Beitrag analysiert zunächst anhand der
Daten von PISA 2003 die Bedeutung des Schultyps und der Leistungsstärke
von Schulen für verschiedene Aspekte des SRL. Die Ergebnisse
zeigen, dass sich auch für die Schweiz ein «big-fish-little-pond-effect» (BFLPE;
Marsh, 1987) nachweisen lässt. Schülerinnen und Schüler
verfügen demnach in leistungsstarken Schulen über
ein geringeres mathematisches Selbstkonzept als Schülerinnen
und Schüler mit gleichen individuellen Mathematikleistungen
in leistungsschwächeren Schulen. Vor dem Hintergrund der
hohen Bedeutung des SRL für schulischen Lernerfolg wird
in einer zweiten Studie der Frage nachgegangen, welchen Beitrag
Lehrpersonen zur Förderung des SRL leisten können.
Die empirische Grundlage für die Analysen bilden 49 Lehrpersonen
und ihre Klassen, die an der Nationalfonds-Studie «Adaptive
Lehrkompetenz»1 teilgenommen haben. Als adaptive Lehrkompetenz
wird die Fähigkeit von Lehrpersonen bezeichnet, Unterrichtsvorbereitung
und -handeln so auf die individuellen Voraussetzungen der Lernenden
auszurichten, dass möglichst günstige Bedingungen
für verstehendes Lernen entstehen. Die Ergebnisse verweisen
darauf, dass zur Förderung bereichsspezifischer Interessen
und Selbstkonzepte diagnostische und didaktische Kompetenzen
der Lehrpersonen ausschlaggebend sind, sofern sie sich direkt
aufs Unterrichtsgeschehen beziehen. |
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