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Dieser Aufsatz präsentiert
die Ergebnisse einer Studie zu überdurchschnittlich begabten
Underachievern. Basierend auf den Daten zweier Schweizer Längsschnittstudien
wurden zwei überdurchschnittlich begabte Subgruppen, die
Underachiever (definiert als Jugendliche mit IQ-Prozentrang ≥90
und Schulleistungsprozentrang in Deutsch/Mathematik ≤50)
und die Achiever (IQ-Prozentrang ≥90 und Schulleistungsprozentrang
in Deutsch/Mathematik ≥75) herausgefiltert und in Bezug
auf sozial-strukturelle Merkmale, Schuleinstellungen und Karrierepläne
untersucht. Die Hauptbefunde verweisen einerseits auf klare
Differenzen zwischen Achievern und Underachievern. Diese sind
in erster Linie männlichen Geschlechts, stammen aus eher
bildungsnahen Familien, sind weniger leistungsmotiviert und
haben grössere Probleme mit der Selbstregulation. Andererseits
schwänzen sie häufiger die Schule und berichten über
deutlich schlechtere Lehrerbeziehungen als die Achiever. Damit
verweisen diese Befunde auf die Notwendigkeit, Underachievement
nicht nur mit Blick auf die individuelle, sondern auch auf
die institutionelle Perspektive in den Blick zu nehmen. |
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