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Der Beitrag fokussiert
das normative Spannungsfeld von Qualität und Evaluation
vor dem Hintergrund bildungspolitischer Steuerungsabsichten
und methodischer Wirkungs-ansprüche. Qualität übernimmt
im Bildungssystem in der gegenwärtigen Akzentuierung die
Funktion einer präskriptiven Kategorie, die sowohl für
das Bildungssystem als auch die einzelne Bildungsinstitution
handlungsrelevant ist. Als Ziel- und Programmkategorie stützt
sich Qualität dabei auf ein normatives Fundament, welches
auf einer allgemeinen begrifflichen Ebene zunächst nicht
weiter expliziert wird und den Qualitätskonzepten inhärent
ist. Am Beispiel des nationalen Projekts „Zertifizierung
von berufsbildenden Schulen“ wird aufgezeigt, dass ein
wenig expliziertes Qualitätsverständnis zu Wirkungseinschätzungen
führt, die unspezifisch gehalten sind, von impliziten,
kontextimmanenten Faktoren gesteuert werden und nur beschränkt
nutzbringende Erkenntnisse über tiefer liegende Wirkungsmechanismen
sowie Gestaltungsmöglichkeiten liefern. |
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