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Im Beitrag wird erstmals
die Chance auf eine wissenschaftliche Laufbahn über einen
18jährigen Qualifikationsverlauf für beide Geschlechter
getrennt ausgewiesen. Einleitend wird die Methodik der retrospektiven
Verlaufsanalyse vorgestellt. Die Ergebnisse verdeutlichen die
ungleiche Partizipation der Frauen am wissenschaftlichen Qualifikationsprozess,
die sich nicht auf eine geringe Bildungsbeteiligung zurückführen
lässt. Bei der fächerspezifischen Betrachtung werden
die teilweise großen Unterschiede zwischen den einzelnen
Disziplinen deutlich, die bislang noch wenig zur Kenntnis genommen
wurden. Die retrospektive Verlaufsanalyse wird ergänzt
durch aktuelle Erkenntnisse aus dem Forschungsfeld zu Barrieren
für Frauen in der Wissenschaft und der Wirkung verschiedener
Fachkulturen. Auf der Grundlage der dargestellten Ergebnisse
werden verbreitete Annahmen zu den Ursachen des geringen Frauenanteils
in der Wissenschaft kritisch hinterfragt und neue Perspektiven
für einen weiterführenden Diskurs und Forschungsdesiderata
aufgezeigt. |
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