Dieser Artikel versucht, über die sowohl in der Theorie
als auch insbesondere in der Praxis häufig verbreitete
reduzierte Vorstellung von Interkulturalität als einfaches
Werkzeug zur Steuerung der Zuwanderung hinauszugehen.
Anstatt
dialektisch über die Verbindung zwischen Migration
und Interkulturalität zu streiten, verstärken wir
diese, indem wir einen erweiterten Migrationsgedanken vorschlagen.
Dieser umfasst eine Bewusstseinsbildung für die pan-migratio:
Das bedeutet, dass wir in einer Welt immer wiederkehrender
Reisen, nicht nur der Menschen, sondern auch von Waren, Ideen,
Gedanken und Vorstellungen leben. Somit lässt sich die
migratio nicht auf eine rein wirtschaftliche Migrationen reduzieren.
Diese grundlegende Dimension unserer Zeit ernst zu nehmen bedeutet
auch, die verschiedenen Ebenen der Interkulturalität,
in der wir leben, ernst zu nehmen: Den konstanten intra-schweizer
Dialog zwischen verschiedenen Kulturen und Sprachen, die Frage
der innereuropäischen Aussöhnung und vor allem die
Verbreitung der Interkulturalität in der Welt.
|