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Thema
Bildungsstandards
kontrovers
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Gianni
Ghisla
Die Ökonomisierung
der Bildung ist eine Herausforderung. Es gilt, sie anzunehmen,
mit etwas Gelassenheit. |
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In diesem Beitrag wird
für eine kritische Betrachtung von Standards, v.a. von
Performance-Standards plädiert, zugleich aber auch eine
Lanze für eine notwendige selbstkritische Reflexion gängiger
erziehungswissenschaftlicher Praxis gebrochen. Erziehungswissenschaft
sollte nicht in die Opferrolle rücksichtsloser Politik
hineinmanövrieren, sondern aktiver versuchen, relevante
gesellschaftliche Umwälzungen in ihren Blick zu nehmen
und handlungsorientiert zu verarbeiten. Dies gilt
z.B. für die neu zu konzipierende Beziehung zwischen Bildung,
Gesellschaft und Arbeit, wodurch das „Ökonomische“ und
damit auch die Kategorie der Standards ins Zentrum des Interesses
rücken. Es kann also schlicht nicht darum gehen, Standards
aus kritischer Warte abzulehnen, weil sie eine ökonomisierende
Marklogik mit ihrer instrumentellen Vernunft repräsentieren,
denn damit ginge man an der historischen Realität vorbei.
Vielmehr gilt es, sie in eine neue Perspektive kompetenzorientierter
Pädagogik und Didaktik zu integrieren. |
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